Segelfläche
Für die Rennwertformel wird stets von der maximalen Segelfläche ausgegangen. Statt der einzelnen Flächen der Vorsegel wird das Vorsegeldreieck vermessen. Dieser ist mit folgenden drei Punkten definiert:
- Schnittpunkt des Vorlieks des vordersten Vorsegels mit Vorderkante Mast (Punkt A)
- Schnittpunkt des Vorlieks des vordersten Vorsegels mit Deck bzw. Steven bzw. Bugspriet/Klüverbaum (Punkt B)
- Mitte des Großbaumgelenks waagerecht projiziert auf Vorderkante Mast (Punkt C), bei einem baumlosen Großsegel geht man von seinem Hals aus.
Beim Großsegel bilden die Punkte D (Kopf), E (Hals) und F (Schothorn) das Dreieck, dessen Fläche zu vermessen und anzugeben ist. Die eventuelle Rundung des Achterlieks wird nicht berücksichtigt.
Falls es mehrere Großsegel zum Wechseln gibt, wird das Großsegel mit der größten Fläche vermessen und zusammen mit der Fläche des Vorsegeldreiecks als Gesamtsegelfläche gemeldet.
Bei mehrmastigen Schiffen kommen natürlich noch die Flächen des Schonersegels, des Besans und ggf. auch diverser Stagsegel hinzu. Die Vorgehensweise bei der Vermessung bleibt gleich.
Bei überlappenden Segeln wird die Größe der Überlappung nicht berücksichtigt. So wird z.B. der typischer Weise das Gaffelgroßsegel überlappende Hals eines Gaffeltopsegels nicht mit vermessen, und seine Fläche fließt nur bis zu Gaffel in die Berechnung ein. Sinngemäß verfährt man auch mit einem überlappenden Besanstagsegel.
Abschließend folgen noch einige Skizzen und Formeln für die Flächenberechnung der bei den Segeln relevanten Formen. SA bedeutet jeweils die Segelfläche (= sail area), a, b und c sind die linearen Einzelmaße.
Vorsegeldreieck bzw. Stagsegel, Bermudasegel, Spreizgaffelsegel, Gaffeltoppsegel
Gaffelsegel (auch Vierkanttopsegel, fishermans staysail, u.Ä), Rahsegel
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